Ukulelen

Ukulelen sind eigentlich klassische Begleitinstrumente — eignen sich aber auch als Melodieinstrument. Im Gegensatz zur Gitarre (mit sechs Saiten) hat die Ukulele nur vier Saiten. Für viele Menschen ist das ein Vorteil, durch den sie leichter Ukulele als Gitarre zu spielen lernen. Und da viele Pop- und Rocksongs aus nur drei bis vier Akkorden bestehen, sind selbst Anfänger relativ schnell in der Lage, die ersten Songs auf der Ukulele zu begleiten. Das macht Spaß und motiviert.

Später können Sie dann auch das Melodiespiel und Fingerpicking hinzunehmen und üben. Wenn Sie es bis zur Meisterklasse bringen, können Sie Ihrer Ukulele vielleicht auch solche klanglichen Kunstwerke entlocken wie Jake Shimabukuro:

 

 

Ukulelen – Größen, Stimmung und Preis

Ukulelen gibt es in unterschiedlichen Größen und Stimmungen. die gängigsten sind:

 

Größe Gesamtlänge Stimmung
Sopran ca. 55cm GCEA oder ADF#H
Konzert ca. 63cm GCEA oder ADF#H
Tenor ca. 66cm GCEA oder ADF#H
Bariton ca. 77cm DGHE
Bass ca. 75cm EADG

 

Wenn Sie die Wahl haben zwischen der GCEA- und der ADF#H-Stimmung, sollten Sie zur GCEA-Stimmung greifen. Diese ist die übliche und damit die gängigere Stimmung. In vielen Ukulele-Songbüchern sind die Akkorde in GCEA gedruckt.

Beim Erstkauf sind Anfänger meistens mit der Sopranukulele am besten beraten. In der Soprangröße gibt es schon für 30-50€ wirklich schöne und gut  spielbare Instrumente. So können Sie für relativ wenig Geld erst einmal testen, ob Ihnen die Ukulele als Instrument überhaupt liegt. Und falls ja, haben Sie dann ein kleines Instrument, das Sie ohne große Probleme überall mit hinnehmen können.

Wer an der Ukuelele Gefallen findet, legt sich mit der Zeit sowieso verschiedene Instrumente in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Hölzern zu. Diese sind dann meistens hochwertiger und liegen preislich dann bei 100-500€ pro Instrument.

 

Holzarten, die für Ukulelen verwendet werden

UkulelenUkulelen werden aus verschiedenen Holzarten (und Plastik) hergestellt. Die gängigsten sind:

  • Plastik
  • laminierte Ukulelen („Sperrholz“)
  • Massivholz
    • Zeder
    • Koa (-Akazie)
    • Schwarzholz
    • Mahagoni
    • Nato
    • Fichte

 

Plastik-Ukulelen können durchaus gut klingen. Ihr größter Vorteil, wenn die gesamte Ukulele aus Plastik besteht, ist, dass sie sich bei Temperaturschwankungen nicht verziehen. Sie können sie also auch im Sommer mit dem Auto transportieren und am Strand bei voller Sonneneinstrahlung im Auto liegen lassen — sie wird normalerweise hinterher genauso klingen wie vorher. Eine Holz-Ukulele hingegen verzieht sich und wird ihren ursprünglichen Klang verlieren.

Laminat ist im Prinzip nichts anderes als Sperrholz. Der Vorteil ist, dass die Ukulelen nicht so leicht zerbrechen. Aber die zusammengeleimten Holzschichten schwingen nicht so gut und dämpfen daher den Klang.

Zedernholz klingt warm und offen.

Koa ist das ursprüngliche Ukulelenholz und wächst ausschließlich auf Hawaii. Es klingt klar und lieblich.

Schwarzholz (eine australische Akazienart) ist gewissermaßen ein „Ausweichholz“, da Ukulelen aus Koa relativ teuer sind. Ukulelen aus Schwarzholz sind hingegen deutlich günstiger, sehen optisch fast genauso aus wie aus Koa-Akazienholz und klingen auch sehr ähnlich.

Mahagoni ist mittlerweile das meistverwendete Holz beim Ukulelenbau. Es klingt weicher und runder als das Koa-Holz.

Nato ist ein Holz der Johannisbrotgewächse. Es ähnelt dem Mahagoniholz, ist aber deutlich preisgünstiger.

Fichte klingt eher rauh, direkt und schnörkellos. Während bei den anderen Hölzern die einzelnen Töne eines Akkords eher verschmelzen, klingen sie beim Fichtenholz eher einzeln.

 

E-Ukulelen

Wenn Sie richtig aufdrehen und abrocken wollen, können sie sich auch eine Ukulele mit Pick-up (Tonabnehmer) kaufen und einen Verstärker dazu. Häufig sind die Ukulelen mit Pick-up gar nicht wesentlich teurer als ihre „Schwestern“ ohne Pick-up. Allerdings ist ein Verstärker ungefähr genauso teuer wie eine hochwertige Ukulele.

Der Vorteil einer Akustik-Ukulele mit Pick-up gegenüber einer reinen E-Ukulele ist, dass Sie sie, wie der Name sagt, auch akustisch ohne Verstärker spielen können.